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Der Husum-Fluch geht weiter PDF
Geschrieben von Uli Stolzenburg   
Montag, 29. März 2010
Am letzten Spieltag der diesjährigen Landesliga durften die zweiten Herren beim Dauerrivalen und Tabellenschlusslicht TSV Husum antreten. Alles war fast schon wie gewohnt – als höfliche Gäste überließen wir die zwei Punkte den jungen Husumern, stehen in der Tabelle aber wie schon in der vergangenen Saison besser da als die Mitaufsteiger von der Nordseeküste.

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TSV Husum – Kieler TV 3:2 (25:15, 18:25, 25:20, 17:25, 15:10)

In allen bisherigen Vergleichen im Ligaspielbetrieb hatten die Husumer bislang die Nase vorn, nach einem 0:3 und 1:3 in der letztjährigen Bezirksligasaison folgte ein 2:3 im Hinspiel. Das Ergebnis war dieses Mal jedoch nicht ein 3:3, was gut in diese Zahlenfolge gepasst hätte, sondern wiederum 3:2 für Husum. Glücklicherweise konnte der Klassenerhalt bereits in den vorangegangenen Partien gesichert werden, was uns einerseits ein Abstiegs-Endspiel beim vermeintlichen Angstgegner ersparte und auf der anderen Seite Trainer Axel Meyer und Motivationscoach Jenner zur Einlösung des Versprechens zwang, sich zum letzten Auswärtsspiel in Schlips und Kragen zu präsentieren. Zudem war die Stimmung nach der Niederlage relativ gelassen.

Mit zwei geliehenen großen Trommeln von den Zweitliga-Damen stolzierten wir also frech in die Halle, um auch beim Auswärtsspiel von der Seitenlinie lautstarke Unterstützung zu erzeugen. Die Husumer ließen sich diese Provokation natürlich völlig zu Recht nicht kampflos gefallen und schickten einen der Ihren los, um ebenfalls eine große laute Trommel und einige Tröten zu organisieren, die dann während des zweiten Satzes in der Halle angekommen waren und für zusätzliche Lautstärke sorgten. Allerdings kann man schon bei Spiderman folgende Weisheit lernen: „Aus großer Macht folgt große Verantwortung.“ Leider hatte der junge Mann mit der Lizenz zum lauten Trommeln diesen Verantwortungssinn von Zeit zu Zeit vermissen lassen, als er während der Ballwechsel zu spontanen Anfeuerungsschlägen ansetzte, was von einigen Spielern als unfaires Störmanöver aufgefasst wurde. Glücklicherweise war das aber nicht der Regelfall.

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Gespielt wurde übrigens auch noch, fünf Sätze lang. Nachdem der Klassenerhalt bereits gesichert war, stand an diesem letzten Spieltag nicht allein der sportliche Erfolg im Mittelpunkt. Jeder der mitgereisten Spieler durfte wenigstens zwei Sätze ran, von Satz zu Satz wurden immer mindestens zwei, teilweise bis zu vier Spieler ausgetauscht und während der Sätze gab es an diesem Tag keinerlei Wechsel. Der verletzte Stammlibero Flo wurde durch Außenangreifer Roy überzeugend vertreten, wenngleich diesem natürlich noch die Routine in der Organisation der Feldverteidigung fehlte. In jedem Fall wurde das Spiel nicht in der Annahme verloren, sondern eher in der mangelnden Konzentration auf dem Feld. Wie im Hinspiel konnten die Husumer die Durchgänge 1 und 3 gewinnen, während wir Sätze 2 und 4 für uns entscheiden konnten und wie im Hinspiel gab es keine knappen Sätze. Im Tie-Break konnten die Husumer Nachwuchstalente dann nochmal eine Schippe drauflegen und mit starken Blocks und wenig Fehlern den fünften Satz verdient für sich entscheiden. Wieder einmal gab es also gegen Husum keine Punkte zu gewinnen, als Trost bleibt uns die Aussicht auf die nächste Ligasaison, in der wir voraussichtlich nicht auf sie treffen werden. Schade für den TSV, der sich zumindest in den Spielen gegen uns als würdiger Landesligist präsentiert hat.

Im zweiten Spiel des Tages trafen die Husumer dann noch auf die zweite Mannschaft der FT Preetz. Bemerkenswert war, dass die Preetzer – ganz anders als wir – drei ungefährdete Sätze gewinnen konnten, ohne dass das Spiel von Außen betrachtet als überragend stark oder spektakulär eingeschätzt werden konnte. Bemerkenswert war auch, dass sich einer der erfahreneren Husumer Spieler (mit Pferdeschwanz) dazu hinreißen ließ, sich mit der eigentlich auffallend sympathischen Preetzer Mannschaft anzulegen, einzelne Spieler durch das Netz zu beleidigen und nach dem Spiel das obligatorische Abklatschen zu verweigern. Gerüchten zufolge hat eben derselbe Spieler ein ähnliches Verhalten in anderen Spielen und auch schon gegenüber anderen Mannschaften an den Tag gelegt, womit er nicht gerade als Vorbild für die vielen Jungvolleyballer geeignet scheint.

Rückblickend war es eine spannende Landesligasaison, in der jeder jeden schlagen konnte. Es gab kein einziges Spiel, in dem wir völlig chancenlos waren und es gab keinen Gegner, den wir im Schongang überrollen konnten. Jede der Mannschaften auf den Plätzen eins bis fünf der Abschlusstabelle konnten wir je einmal bezwingen und am Ende steht ein solider sechster Platz zu Buche. Auf vielfachen Wunsch hin folgt hier noch die Rückrundentabelle, die zeigt, weshalb es uns (und auch dem PSV Eutin) gelungen ist, nach einer durchwachsenen Hinrunde die Klasse zu halten.

1. SC Strande - 14:2 (23: 6)
2. PSV Eutin - 12:4 (19: 8)
3. Kieler TV II - 10:6 (18: 15)
4. FT Preetz II - 10:6 (16: 14)
5. MTV Heide - 8:8 (18: 15)
6. Kaltenkirchener TS - 6:10 (15: 20)
7. TG Rangenberg II - 6:10 (13: 19)
8.TSV Husum II - 4:12 (8: 21)
9. FT Adler Kiel III - 2:14 (10: 22)

Letzte Aktualisierung ( Montag, 29. März 2010 )